Diakonie
Diakonisches Werk
Hochtaunus
Benefizkonzert zu Gunsten der EpilepSIE-Stiftung der
Diakonie Hessen im Schlosshotel Kronberg
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Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten der EpilepSIE-Stiftung der Diakonie Hessen am Donnerstag, 31. März 2016 um 19.30 Uhr. Eintrittskarten unter info@epilepsie-stiftung.de. der Preis beträgt %0 Euro.
Das Isenburg Quartett (Jagdish Mistry, Diego Ramos Rodriguez, Megumi Kasakawa und Michael M. Kasper) spielte Werke von Joseph Hayden, Mieczyslaw Weinberg und Peter I. Tchaikowsky

Entstanden aus einem Patientengespräch des Stiftungsbeiratsvorsitzenden Herrn Professor Rosenow, aufgegriffen von der ehrenamtlichen Stiftungsbotschafterin Frau Nouripour und umgesetzt von Mitarbeitern der Diakonie – viele Menschen zogen für die gute Sache engagiert an einem Strang. Doch der Reihe nach:

Frau Ina Meineke, Managerin des Ensemble Modern, hat selbst Epilepsie und ist Patientin im Epilepsiezentrum Frankfurt Rhein-Main. Ihr liegt an der Enttabuisierung der Erkrankung, weshalb sie offen über ihre Erkrankung spricht und sich nicht zurückzieht wie viele andere Betroffene. Ihr Beruf ist herausfordernd, sie steht mitten im Leben und strahlt viel positive Energie aus. Im Gespräch mit Professor Felix Rosenow entstand die Idee, dass Mitgliedern des Ensemble Modern und der Internationalen Ensemble Modern Akademie, die seit einigen Jahren als isenburg Quartett konzertieren, zu Gunsten der EpilepSIE-Stiftung auftreten, um so Aufmerksamkeit zu schaffen und die Ziele der Stiftung, wie u.a. die anteilige Finanzierung von Epilepsie-Beratungsstellen, zu unterstützen.

Die Beratungsstellen ergänzen die ärztlichen Sprechstunden in elementarer Art und Weise: Fragen, wie die nach der Vereinbarkeit der Erkrankung mit dem Beruf oder der Ausbildung, die Wahl der Sportart oder anderer Aktivitäten, Ängste vor gesellschaftlicher Ausgrenzung oder Stigmatisierung können ausführlich mit Epilepsieberatern besprochen werden. Das Angebot der Beratung ist für die Betroffenen kostenfrei und niedrigschwellig – der Epilepsieberater Bernhard Brunst vom Diakonischen Werk Hochtaunus unterhält Sprechstunden an drei Kliniken im Rhein-Main-Gebiet und informiert in Kindergärten, Schulen und auf Veranstaltungen. Dieses für die Betroffenen so wichtige Angebot zu sichern, dafür ist die Stiftung auf Spenden und Zustiftungen angewiesen.

Deshalb sagte Stiftungsbeirat Rosenow dem Angebot begeistert zu. Die ehrenamtliche Stiftungsbotschafterin Ava Nouripour vermittelte den Kontakt zum Schlosshotel Kronberg und ließ dort alles Notwendige veranlassen, so dass das isenburg Quartett am Donnerstag, dem 31. März 2016 im Grünen Salon des Schlosshotels ein mitreißendes Konzert geben konnte. Das Hotel stellte das ehemalige Musikzimmer der Kaiserin, dekoriert im opulenten Stil Louis XIV, kostenlos zur Verfügung. Wo sonst auch gerne geheiratet wird, konzertierten nun vier leidenschaftliche Musiker, umrahmt von Kunstwerken, die die Schüler der Helen-Keller-Schule im Vorjahr für die Stiftung geschaffen hatten.

Für das hochherrschaftliche Ambiente des Schlosshotels hatte das isenburg Quartett Werke von Joseph Hadyn, Mieczyslaw Weinberg und Peter I. Tschaikowsky zusammengestellt. Ein anspruchsvolles Programm, mit großer Hingabe und Präzision von Jagdish Mistry an der 1. Violine, Diego Ramos Rodriguez, 2. Violine, Megumi Kasakawa an der Bratsche und Michael M. Kasper am Violoncello dargeboten. Das Publikum lohnte es mit anhaltendem, begeistertem Applaus.

Die Gäste wurden in der Pause von Mitarbeitern des Schlosshotels mit Getränken und Snacks versorgt, die diese vor dem lodernden Kaminfeuer in der großen Empfangshalle genossen. Das besondere Ambiente und die intime Atmosphäre sorgten für intensive Gespräche in der Pause und bereits vor und nach dem Konzert. Alle Zuhörer und Beteiligten waren sich einig, dass dieser Abend zu Gunsten der EpilepSIE-Stiftung unvergesslich bleiben wird.
Sonne